Krieg gegen den Iran – offiziell: notwendige Sicherheitsoperation
Aber was steckt wirklich dahinter?
Für Israels Premierminister Benjamin Netanyahu kommt die Eskalation zu einem Zeitpunkt massiven innenpolitischen Drucks: Korruptionsverfahren, gesellschaftliche Spaltung und anhaltende Proteste gegen seine Person. Ein äußerer Feind schafft Geschlossenheit im eigenen Land – ein alter Mechanismus politischer Machtstabilisierung.
Auch für Donald Trump ist der Konflikt strategisch nützlich. Militärische Härte gegenüber dem Iran passt perfekt zu seinem politischen Narrativ amerikanischer Stärke. Außenpolitische Krisen können innenpolitisch stabilisieren – ein Effekt, den US-Präsidenten seit Jahrzehnten nutzen und Trump muss seine Position in den USA wieder stabilisieren.
Hier spielen zwei Wahnsinnige mit dem Feuer, das in der Hitze eines Nahostkonflikts zu einem Flächenbrand globaler Größe entfachen kann.
Dieser Krieg ist mehr als ein militärischer Schlag gegen das iranische Regime. Er ist auch ein geopolitisches Signal: Israel und die USA wollen Irans Einfluss im Nahen Osten brechen und gleichzeitig ihre eigene strategische Dominanz sichern.
Die gefährlichste Dimension liegt in den wirtschaftlichen Folgen, die wir in Europa seit Beginn des Krieges erfahren. Sollte der Iran die Straße von Hormus weiterhin blockieren, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Ölhandels läuft, droht eine massive Krise, die sich zu einer weltweiten Wirtschaftskrise ausdehnen kann. Für Europa wäre das besonders fatal: immer weiter steigende Ölpreise, explodierende Inflation, wirtschaftliche Rezession und enorme zusätzliche Belastungen für ohnehin angeschlagene Industrien.
Die bittere Realität: zwei weitere Kriegstreiber, die mit der globalen Sicherheitslage und Weltwirtschaft ein gefährliches Spiel treiben. Ihr Krieg wird nicht aus Not geführt – sondern, weil er diesen beiden Herren politisch nützt.